Firmengründer Christian Batz
Als am 12. November 1898 in der Leipziger Straße 454 in Oberkaufungen
sich die Türen öffneten zur Firma "Christian Batz", setzten die Gründer
Christian und Elisabeth Batz alle Zukunftshoffnungen auf ihr schönes
neues Kolonialwarengeschäft. Zu Recht, wie sich schnell herausstellte.
Dass aber nach 100 Jahren an gleicher Stelle die Urenkel wirken würden,
war durchaus nicht selbstverständlich. Denn den hundertsten Geburtstag
feiern zu können, ist ein besonders Ereignis - im Geschäftsleben
nicht weniger als im Privatleben, und es spricht für die
unternehmerischen Qualitäten der Eigentümer.
Das Stammhaus 1898
Zunächst war dem Kolonialwarengeschäft "Christian Batz" lediglich
eine Kaffeerösterei angegliedert. In den folgenden Jahren wurden auch
Eisenwaren und Hausrat ins Sortiment aufgenommen.
Christian Batz verstirbt im Jahre 1915, auf Wunsch der Witwe wird der
Betrieb an Otto Wickart verpachtet. Neun Jahre später übernimmt mit dem
Schwiegersohn Georg Kellner die zweite Generation den Familienbetrieb,
der 1928 in Georg Kellners Besitz übergeht.
Georg Kellner
Er entwickelte das Geschäft in den folgenden Jahren kontinuierlich
weiter. Es wird umgebaut, umgestaltet und das Sortiment erweitert.
Dann kommt der Krieg und hinterlässt auch im Betrieb von Georg und Erna
Kellner seine Spuren. Vater Georg und Sohn Kurt werden zum
Militärdienst eingezogen,
Ehefrau Erna muss das
Geschäft allein führen.
Das Stammhaus 1930
Nach dem Krieg führt Kurt Kellner den Betrieb mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Eltern weiter.
Die 50er Jahre stehen ganz im Zeichen des Wirtschaftswunders und so
entwickelt sich auch das Geschäft von Georg und Erna Kellner gut.
Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Kurt Kellner 1958 das Geschäft als alleiniger Inhaber.
Kurt Kellner mit Ehefrau, Mutter, Tochter
und Mitarbeiterinnen im Edeka
1963 steht ein entscheidender großer Umbau an, Lebensmittel werden von
nun an in Selbstbedienung verkauft. Jedoch stellt sich sehr bald
heraus, daß die Verkaufsfläche und die Lagermöglichkeiten auf längere
Sicht nicht ausreichen werden. So erwirbt Kurt Kellner 1969 ein in der
Nähe liegendes Grundstück, auf dem innerhalb von sechs Monaten ein
moderner Edeka Markt errichtet wird. Und während Kurt Kellner die
Leitung des Edeka Marktes übernimmt, führt Ehefrau Helga das Stammhaus
weiter. Dort spezialisiert man sich auf die Bereiche Eisenwaren, Glas,
Porzellan und Spielwaren.

Das neue Gebäude von 1981
Da sich beide Geschäfte gut entwickeln, entschließt man sich zu einem
Neubau. Bereits im Oktober 1981 kann das moderene Fachgeschäft, das
sich über 2 Etagen erstreckt und insgesamt 650 Quadratmeter umfaßt,
eröffnet werden. Die breite Angebotspalette umfasst Haushaltswaren,
Glas und Porzellan, Geschenkartikel, Eisenwaren, Spielwaren und
Gartenpflegeartikel. Auf dieses Sortiment konzentriert sich alles, der
Bereich Lebensmittel wird vermietet.
Das umgebaute Stammhaus 1991
1991
wird das Stammhaus, das bislang nur als Ausstellungsfläche genutzt
wurde, umgebaut. Es entsteht eine Verkaufsfläche für Elektro Groß- und
Kleingeräte, Öfen und Gartenmöbel. Die Verantwortung für diesen
Bereich übernimmt der Sohn des Inhabers, Klaus Kellner.
Im gleichen Jahr pachtet Sohn Ullrich, der seit 1989 im Betrieb angestellt ist, die Firma.
Es
geht weiter aufwärts, 1995 wird ein weiterer Laden mit 500 qm direkt neben dem Bürgerhaus angemietet. Dort eröffnet die
Familie Kellner ein Fachgeschäft für Spielwaren, das von Christa
Kellner geleitet wird.
Kurt Kellner
2006 wurden die Geschäftsräume noch einmal komplett umgestaltet. Zum
vormals verpachteten Lebensmittelmarkt im selben Gebäude wurde ein
Durchbruch geschaffen. Die Bereiche Hausrat, Geschenke und Elektro, jetzt
sogar mit einer modernen Mitmachküche, befinden sich nun in großzügigen
neuen Räumen auf einer Etage. Die Räumlichkeiten im Untergeschoß mit
den Sortimenten Eisenwaren, Gartenpflege und -geräte wurden ebenfalls
vergrößert und neu gestaltet.
Am 11.05.2008 verstarb im Alter von 82 Jahren Seniorchef Kurt Kellner.
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